Yogamatte waschen: Eine Anleitung zur richtigen Mattenpflege

Irgendwann nimmt die Bakterienparty dann Festival-Dimensionen an und es müffelt im herabschauenden Hund.

Damit es gar nicht erst soweit kommt und damit du lange Freude an deiner Yogamatte hast, solltest du sie regelmäßig pflegen. 

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Yogamatte waschen: So geht’s

Wenn du zu den Glücklichen gehörst, der/dem trotz herausfordernder Yogapraxis nicht wie einem/einer Marathonläufer*in der Schweiß in Strömen hinunterläuft – ganz im Gegensatz zu mir – dann genügt es oftmals, deine Matte nach der Praxis einfach mit einem feuchten Lappen abzuwischen. Dazu kannst du Baumwoll- oder Mikrofasertücher verwenden.

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Falls du jedoch wie ich eher zu den Personen zählst, denen der Schweiß schon bei der ersten Runde Kapalabhati die Ellbogen hinunterrinnt, dann kannst du das Wasser etwas pimpen. Achte jedoch darauf, aus welchem Material deine Matte ist: Unsere Naturkautschuk-Lieblinge von JadeYoga benötigen zum Beispiel eine simple Pflege und mögen auch kein Tauchbad in Wasser; das macht die Matte rutschig.

Wir haben mit Eve von JadeYoga gesprochen und ihr Tipp lautet: Essig!

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Der ist super, um den Desinfektionsprozess zu unterstützen, um deine geliebte Matte von Schweiß und Bakterien zu befreien. Ein paar Tropfen Weißweinessig sind völlig ausreichend. Eigentlich verzieht der Essig-Duft auch recht schnell. Wenn du dagegen trotzdem empfindlich bist, kann ein wenig milde Seife helfen. Achte jedoch darauf, diese anschließend sorgfältig wieder abzuwischen.

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Für PVC-Matten kannst du auch eine Mischung mit zusätzlich etwas Teebaumöl herstellen. Während der Essig reinigend wirkt, hilft Teebaumöl gege Pilze und Bakterien. So geht’s:

  • Gib warmes Wasser in eine Schüssel und füge normalen Essig dazu (4-5 Esslöffel Essig auf 1 Liter Wasser) und ein paar Tropfen Teebaumöl (5 Tropfen auf 1 Liter)
  • Lege deine Matte in die Dusche oder Wanne
  • Nimm einen Lappen oder Schwamm und reibe die Seite der Matte gründlich mit der Mischung ab
  • Danach dusche die Seite nur ganz kurz mit kaltem Wasser ab
  • Wisch die Matte mit einem Handtuch so gut wie möglich trocken und hänge sie dann mindestens 2 Tage zum Trocknen auf

Dos zur Yogamattenpflege (besonders bei Naturkautschuk-Matten)

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  • Der Gummigeruch, den neue Naturkautschuk-Matten wie die von JadeYoga oft verströmen, verflüchtigt sich in der Regel ohne dein Zutun nach ein paar Mal nutzen.
  • Wie steht es um deine eigene Pflege? Wertschätze deine Matte und die Yogapraxis, indem du mit frisch gewaschenen, von Hautschüppchen befreiten und sauberen Füßen und Händen auf die Matte trittst. Klingt selbstverständlich, ist es mit einem Blick auf die Matten einiger Mityogis jedoch nicht unbedingt…
  • Bewahre deine Matte immer zusammengerollt auf und schütze sie vor Sonnenlicht und vor Staub.
  • Greife lieber zu einer Yogatasche als zum -Gurt, um Verfärbungen durch Sonneneinstrahlung zu vermeiden und die Reibung des Gurts zu umgehen.
  • Wenn du stark schwitzt, überlege dir dir ein YogiHandtuch als Zwischenschicht zuzulegen.
  • Hänge die Matte nach der Reinigung auf und lasse sie vollständig durchtrocknen.
  • Die JadeYoga Voyager Matte lässt sich super falten und so im Handgepäck transportieren. Lasse die Matte jedoch nicht dauerhaft zusammengefaltet, denn so können Bruchstellen entstehen.
  • Nutze deine Matten auf glatten, sauberen Untergründen und besonders bei dünnen Reisematten eher auf Teppichboden. Unebene, steinharte, schmutzige Untergründe sorgen schneller für Löcher oder Risse in der Matte.
  • Das Wichtigste: Sieh die Reinigung deiner Yogamatte als Teil deiner Yogapraxis an und gehe mit Liebe und mit Geduld vor!

Don’ts zur Yogamattenpflege (besonders bei Naturkautschuk-Matten)

  • Tauche deine Matte nicht in Wasser! Das kann sie porös werden lassen.

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  • Setze die Matte keinem direkten Sonnenlicht aus. Das Gummi verändert sich durch Sonneneinstrahlung, die Oberfläche wird trocken und rutschig.
  • Lasse sie nicht offen liegen. Durch den Staub werden die Poren verstopft und die Rutschfestigkeit der Matte nimmt ab.
  • Verwende keine starken Reinigungsmittel und keine ätherischen Öle! Naturkautschukmatten und Gummimatten generell sind wie Schwämme, die alles aufsaugen. Die Öle sorgen ebenfalls für weniger Rutschfestigkeit

Die Sache mit der Waschmaschine

Die meisten Hersteller, auchJadeYoga, werden dir davon abraten, die Yogamatte in der Waschmaschine zu waschen, weil es keine Garantie dafür gibt, dass sie die Waschgänge auch überleben. Alle Waschmaschinen sind unterschiedlich stark eingestellt und sie variieren von Land zu Land.

Wenn du es dennoch trotzdem riskierst, achte darauf, die Matte nicht zu häufig in die Maschine zu schmeißen, da die Fasern dadurch strapaziert werden.

Wenn du zu den Risikofreudigen gehörst, die das Waschen wagen wollen, dann nutze den Kurzwaschgang bei maximal 30 Grad oder den Handwaschgang auf kalt. Damit deine Matte bei der nächsten Yogasession nicht anfängt unter deinen Händen und Füßen zu schäumen und wie ein Wunderbaum zu riechen, gib nur einen Tropfen Waschmittel dazu, am besten direkt in die Maschine.

Ideal ist ein sehr mildes Waschmittel ohne Duft und Farbstoffe. Im Anschluss flach zum Trocknen quer über den Wäscheständer legen. Falls die Matte noch triefnass sein sollte, rolle sie ein, wickel sie in ein großes Handtuch und drücke sie mit viel Kraft in der Dusche oder in der Wanne aus. 

Anschließend hänge die Matte auf, zum Beispiel über den Türrahmen. Insgesamt solltest du sie mindestens 48 Stunden trocknen lassen, damit auch wirklich keine Rest-Feuchtigkeit in der Matte bleibt.

Yogamatten Spray selber herstellen

Wenn du deine Matte öfter mal schnell abwischen möchtest, befülle eine Sprühflasche, damit du deinen Reiniger immer gleich zur Hand hast. 

  • Du brauchst eine Sprühflasche, Wasser, Essig und evt. etwas Teebaumöl (außer eben für Naturkautschuk-Matten)
  • Fülle die Flasche zu 3/4 mit Wasser und gib Essig (4-5 Esslöffel auf 1 L) und ggf. auch Teebaumöl dazu (5 Tropfen auf 1 L)
  • Die Flasche kräftig schütteln. Fertig!

Ordentliche Pflege verlängert das Leben einer Matte. Aber sie wird sich trotzdem abnutzen.

Eve hat uns noch einen guten Gedanken mitgegeben: Erwartest du, zwanzig Ultramarathons und das Training dafür in denselben Laufschuhen absolvieren zu können? Nein? Eben. Also erwarte auch von deiner Matte keine Wunder; sie ist nunmal ein Gebrauchsgegenstand.

Deine alte Matte kannst du beispielsweise super in den Urlaub mitnehmen, um dort am Strand zu üben. Uli konnte sich von ihrer ziemlich abgerockten ersten Jade-Matte auch nicht trennen; deshalb lagert sie sie bei ihren Eltern und benutzt sie immer, wenn sie dort zu Besuch ist. Auch praktisch!

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Hat deine Matte ihre besten Tage schon hinter sich und die Wäsche hat auch nicht geholfen? Dann schau doch mal in unseren Yogamatten-Test rein. Dort findest du die fünf besten Yogamatten.

Fotos © Lydia Hersberger

Dieser Beitrag ist eine bezahlte Kooperation mit JadeYoga. Wir sind sehr dankbar, so großartige Partner im Boot zu haben und FLGH auf diese Weise für dich kostenlos halten zu können.

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